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glaubWÜRDIG.

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Jahres-Konferenz
Schönstattbewegung Frauen und Mütter

 

 

SAL. Auch im Corona-Jahr mit dem enormen Aufwand einer corona-gemäßen Gestaltung ist eindeutig spürbar, was für die Teilnehmerinnen der Jahres-Konferenz der Schönstattbewegung Frauen und Mütter das Wichtigste an dieser Tagung ist: der Prozess der Jahreslosungssuche. Bei diesem Prozess dabei zu sein, ihn mitzugestalten und mitzutragen, ist ein hoher Wert, für den sich die Investition von Zeit und Geld lohnt. Nach einer zusätzlichen abendlichen Klärungsrunde steht das Losungswort für 2021 fest: „glaubWÜRDIG. Von innen her mehr bewegen“.

 

Nicht im Voraus berechenbar

Für 2021 scheint es zunächst auf der Hand zu liegen und hatten sich Frauen dafür ausgesprochen, das Motto des nach 2021 verschobenen FrauenKongresses als Jahreslosung beizubehalten – ganz oder zum Teil. Doch schon zum Beginn des Prozesses zeichnet sich ab, dass es eine neue Losungsformulierung geben wird, weil „die bisherige den Prozess der Tagung nicht einfängt“. In den Prozess der Tagung spielt jeweils das Oktobertreffen hinein; in diesem Jahr besonders durch die „Causa Kentenich“. Sr. M. Sophia Brüning gibt eine Hinführung und ausführliche Darstellung der relevanten Zusammenhänge. Das war „klar, informativ und ehrfürchtig“, stellt P. Michael Czysch, priesterlicher Standesleiter an der Zentrale, anerkennend fest. Ähnlich dankbar äußern sich auch die Tagungsteilnehmerinnen, die aufgrund dieser Ausführungen manche Anfragen besser einordnen können und manche Fakten klarer im Gesamtkontext sehen.

Eine Stimme beim Oktobertreffen, es gehe nicht um eine „Kentenich-Krise“, sondern darum, „mit Kentenich in Krisen“ hinein zu gehen, trifft die Wertempfänglichkeit vieler. „Es braucht unser bewusstes Ja zu ihm als Gründer, als Person; es braucht unser Mitgehen und Mitwirken, glaubwürdig und authentisch“, formuliert Natascha N., Sprecherin des Kreises der Diözesanverantwortlichen. Sie trifft damit das, was diesen Kreis bewegt, was ihn motiviert und trägt. Das schlägt sich im Losungswort nieder: „glaubWÜRDIG.“ Der Zusatz „von innen her mehr bewegen“ bildet die Brücke zum FrauenKongress-Motto und -Anliegen: Es geht um das spezifisch frauliche Charisma nach dem Frauenbild Josef Kentenichs.

 

Kernpunkte

Weitere Kernpunkte der Tagung sind das Einholen der Erfahrungen des zurückliegenden Jahres – eine besonders intensive und berührende Runde; Impressionen zu „100 Jahre Schönstatt-Frauenbewegung“ und der Transfer, welche Impulse für uns heute darin liegen; Vorüberlegungen, wie der „FrauenKongress 2021 deutschlandweit vor Ort“ konkret aussehen kann; Austausch- und Ausrichtungsrunden in diözesanen bzw. regionalen Gruppen und nicht zuletzt immer wieder das gemeinsame Zu-Gott-und-zur-Gottesmutter-Kommen, besonders in den täglichen Eucharistiefeiern sowie in der Feier der Mitgliedsweihe zweier Frauen aus dem Kreis.

 

Gemeinschaft erlebbar

Dass „trotz Corona ... Gemeinschaft erlebbar“ war, ist die Erfahrung von Beatrix V. Sie ist zum ersten Mal dabei und hat anfänglich das Empfinden, vielleicht nicht ganz dazu zu passen, weil sie noch „nicht so tief in Schönstatt drin“ sei. Am Ende der Tagung stellt sie beglückt fest: „Ich bin angekommen. Ich habe erfahren, dass ich sein darf, wie ich bin, und so akzeptiert bin.“ Gerti S., zum letzten Mal dabei, nimmt aus den zurückliegenden Jahren sowie aus der aktuellen Jahres-Konferenz speziell das Geschenk der Gemeinschaftserfahrung mit. Gerade auch die Losungsfindung gehört für sie zu dieser Erfahrung: „Wir sind als Gemeinschaft stark genug, um Demokratie auszuhalten“, kommentiert sie den Findungsprozess begeistert. „Und dass wir es auch würdig annehmen können, wenn unser eigener Geschmack nicht voll getroffen ist.“ So mancher Politiker könne „sich ein Beispiel an uns nehmen“, meint sie im Nachsatz. Mit großer Dankbarkeit verabschiedet sie sich aus diesem Kreis, in dem sie viel gelernt habe, vor allem ein gutes Maß an Selbstwertbewusstsein. Dankbarkeit für die Gemeinschaft erfüllt auch Monika H., sie beeindruckt besonders, „dass wir an einem Strang ziehen“. Trotz des intensiven Programms kehre sie „erfüllt und energiegeladen nach Hause zurück“. Die Zeit am Gründergrab ist für sie eine Vergewisserung ihrer Aufgabe. „Ich weiß wieder bewusster, warum ich hier bin und wofür mein Einsatz wichtig ist.“

 

Fotos: SAL